Immer mehr Hundehalter beschäftigen sich mit BARF für Hunde und möchten genauer wissen, was im Futternapf ihres Vierbeiners landet. Doch was bedeutet BARF eigentlich? Welche Bestandteile können zu einer BARF-Ration gehören und worauf sollte man bei der Rohfütterung von Hunden achten?
In diesem Ratgeber von Petpalace24 erhältst du einen verständlichen Überblick über die wichtigsten Grundlagen rund ums Barfen – vom Aufbau einer BARF-Ration bis zur richtigen Hygiene.
Was bedeutet BARF beim Hund
BARF bezeichnet eine Form der Fütterung, bei der Hunde überwiegend mit rohen tierischen und pflanzlichen Komponenten ernährt werden.
Je nach Fütterungskonzept können beispielsweise Muskelfleisch, Innereien, weitere geeignete tierische Bestandteile, Gemüse sowie Öle und ausgewählte Ergänzungen Bestandteil der Ration sein.
Ziel ist es, die Fütterung aus verschiedenen Komponenten zusammenzustellen und dabei den individuellen Nährstoffbedarf des Hundes zu berücksichtigen.
Wichtig dabei: BARF bedeutet nicht, dem Hund einfach nur rohes Fleisch zu füttern.
Was gehört zu einer BARF-Ration?
Wie eine BARF-Ration genau aufgebaut wird, hängt unter anderem vom individuellen Bedarf des Hundes und vom gewählten Fütterungskonzept ab.
Zu den möglichen Bestandteilen gehören:
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Muskelfleisch
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Innereien
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geeignete weitere tierische Komponenten
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Gemüse und gegebenenfalls Obst
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hochwertige Öle
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Mineralstoffe und weitere notwendige Ergänzungen
Welche Komponenten und Mengen tatsächlich benötigt werden, lässt sich nicht für jeden Hund pauschal festlegen.
Alter, Körpergewicht, Aktivität, Lebensphase und individuelle Bedürfnisse des Hundes spielen bei der Zusammenstellung der Ernährung eine wichtige Rolle.
BARF ist mehr als nur rohes Fleisch
Gerade für BARF-Anfänger ist ein Punkt besonders wichtig: Eine bedarfsgerechte Rohfütterung besteht nicht einfach aus einer Schüssel mit Fleisch.
Hunde benötigen verschiedene Nährstoffe in geeigneten Mengen und Verhältnissen. Wird eine selbst zusammengestellte Ration über einen längeren Zeitraum unausgewogen gefüttert, können bestimmte Nährstoffe fehlen oder in ungeeigneten Mengen enthalten sein.
Wer seinen Hund vollständig mit selbst zusammengestelltem BARF-Futter ernähren möchte, sollte sich deshalb mit der Bedarfsdeckung und Rationsgestaltung beschäftigen.
Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, die Zusammenstellung mit einer entsprechend qualifizierten Fachperson für Tierernährung oder einer Tierärztin beziehungsweise einem Tierarzt abzustimmen.
BARF für Anfänger – wie anfangen?
Du möchtest deinen Hund barfen und auf Rohfütterung umstellen?
Dann lohnt es sich, zunächst die Grundlagen der BARF-Fütterung kennenzulernen, anstatt möglichst viele verschiedene Zutaten gleichzeitig auszuprobieren.
Informiere dich über die benötigten Komponenten und den individuellen Nährstoffbedarf deines Hundes und erstelle anschließend einen passenden Futterplan.
Besondere Aufmerksamkeit ist bei Welpen, Senioren, trächtigen oder säugenden Hündinnen sowie Hunden mit Erkrankungen erforderlich. In diesen Fällen sollte die Ernährung individuell mit einer qualifizierten Fachperson oder der behandelnden Tierarztpraxis abgestimmt werden.
Hygiene beim BARFen: Was ist bei rohem Fleisch zu beachten?
Bei der Rohfütterung von Hunden spielt eine sorgfältige Lebensmittelhygiene eine wichtige Rolle.
Rohes Fleisch kann unerwünschte beziehungsweise krankmachende Mikroorganismen enthalten. Deshalb sollten Hände, Futternäpfe, Messer, Schneidebretter und Arbeitsflächen nach dem Kontakt mit rohem Fleisch gründlich gereinigt werden.
BARF-Produkte sollten entsprechend den Herstellerangaben gekühlt oder tiefgekühlt gelagert und fachgerecht aufgetaut werden. Rohes Fleisch sollte außerdem nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen.
Besondere Vorsicht ist sinnvoll, wenn kleine Kinder, ältere Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem im Haushalt leben.
Welche BARF-Produkte gibt es?
Für die Rohfütterung stehen mittlerweile unterschiedliche Produkte und Komponenten zur Verfügung.
Dazu können beispielsweise gehören:
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verschiedene Fleischkomponenten
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Innereien
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BARF-Öle
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Mineralstoffergänzungen
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weitere Ergänzungsfuttermittel
Welche Produkte benötigt werden, hängt von der gesamten Rationsgestaltung ab. Einzelne Ergänzungen sollten daher nicht wahllos miteinander kombiniert werden, sondern zum jeweiligen Fütterungskonzept und zum Bedarf des Hundes passen.
Ist BARF für jeden Hund geeignet?
Ob BARF die passende Fütterungsform für einen bestimmten Hund ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Entscheidend ist weniger die Bezeichnung der Fütterungsmethode als vielmehr, ob der Hund langfristig bedarfsgerecht mit Energie und allen notwendigen Nährstoffen versorgt wird und die Fütterung zu seiner individuellen Situation passt.
Bei besonderen Ernährungsbedürfnissen oder gesundheitlichen Problemen sollte die Fütterung mit einer Tierärztin, einem Tierarzt oder einer entsprechend qualifizierten Ernährungsfachperson besprochen werden.
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Hinweis
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information rund um BARF und Rohfütterung und ersetzt keine individuelle tierärztliche Beratung oder professionelle Rationsberechnung.