Immer mehr Katzenhalter beschäftigen sich mit BARF für Katzen und möchten genau wissen, was im Napf ihrer Samtpfote landet. Katzen haben jedoch besondere Ernährungsbedürfnisse, die bei einer selbst zusammengestellten Rohfütterung unbedingt berücksichtigt werden müssen.
In diesem Ratgeber von Petpalace24 erfährst du, was BARF bei Katzen bedeutet, welche Bestandteile eine BARF-Ration enthalten kann und worauf du bei der Zusammenstellung und Hygiene achten solltest.
Was bedeutet BARF bei Katzen?
BARF bezeichnet eine Fütterungsform, bei der überwiegend rohe tierische Komponenten verwendet und – abhängig vom Fütterungskonzept – gezielt ergänzt werden.
Katzen sind sogenannte obligate Karnivoren und damit auf eine Ernährung spezialisiert, bei der tierische Bestandteile eine zentrale Rolle spielen.
BARF bedeutet jedoch auch bei Katzen nicht einfach, ausschließlich rohes Fleisch zu füttern. Eine langfristige Ernährung muss den Bedarf der Katze an Energie, Proteinen, Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren essenziellen Nährstoffen berücksichtigen.
Was gehört zu einer BARF-Ration für Katzen?
Eine selbst zusammengestellte BARF-Ration kann – abhängig vom individuellen Bedarf und dem jeweiligen Fütterungskonzept – verschiedene Bestandteile enthalten.
Dazu können beispielsweise gehören:
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Muskelfleisch
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Innereien
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geeignete weitere tierische Komponenten
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hochwertige tierische Fette und Öle
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Mineralstoffe
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Vitamine und weitere notwendige Ergänzungen
Welche Zutaten und Mengen tatsächlich erforderlich sind, hängt von der gesamten Ration und der jeweiligen Katze ab.
Alter, Körpergewicht, Aktivität, Lebensphase und gesundheitliche Situation sollten bei der Fütterung berücksichtigt werden.
Warum ist BARF bei Katzen mehr als rohes Fleisch?
Eine Schüssel mit rohem Muskelfleisch stellt allein keine bedarfsdeckende Ernährung für eine Katze dar.
Besonders wichtig ist beispielsweise Taurin. Katzen benötigen diesen Nährstoff über ihre Nahrung. Auch das richtige Verhältnis verschiedener Mineralstoffe sowie eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und essenziellen Fettsäuren muss berücksichtigt werden.
Eine dauerhaft unausgewogene selbst zusammengestellte Ration kann zu einer Unter- oder Überversorgung mit bestimmten Nährstoffen führen.
Wer seine Katze vollständig selbst zusammengestellt barfen möchte, sollte sich deshalb intensiv mit der Rationsgestaltung und Nährstoffversorgung von Katzen beschäftigen.
BARF für Katzen-Anfänger – wie anfangen?
Wenn du deine Katze auf BARF umstellen möchtest, solltest du dich zunächst mit den besonderen Ernährungsbedürfnissen von Katzen beschäftigen.
Statt einzelne Zutaten oder Nahrungsergänzungen nach Gefühl miteinander zu kombinieren, sollte die gesamte Ration sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.
Besondere Vorsicht gilt bei Kitten, Senioren, trächtigen oder säugenden Katzen sowie Tieren mit Erkrankungen. Hier sollte die Ernährung mit einer qualifizierten Fachperson für Tierernährung oder einer Tierärztin beziehungsweise einem Tierarzt abgestimmt werden.
BARF-Komplettmenü oder einzelne Fleischkomponenten?
Beim Kauf von BARF-Produkten lohnt sich ein genauer Blick auf die Produktdeklaration.
Fleischkomponenten können beispielsweise aus Muskelfleisch, Innereien oder anderen tierischen Bestandteilen bestehen. Solche Produkte sind nicht automatisch eine vollständige Mahlzeit und können weitere Komponenten oder Ergänzungen benötigen.
Daneben gibt es BARF-Komplettmenüs, bei denen bereits verschiedene Bestandteile miteinander kombiniert wurden.
Entscheidend ist jedoch immer die Kennzeichnung des jeweiligen Produktes. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Alleinfuttermittel und Ergänzungsfuttermittel.
Welche Ergänzungen können beim BARFen von Katzen benötigt werden?
Je nach Zusammensetzung der Ration können gezielte Ergänzungen notwendig sein.
Dazu können unter anderem bestimmte Mineralstoffe, Vitamine, Fettsäuren oder andere Nährstoffquellen gehören.
Welche Ergänzungen tatsächlich erforderlich sind, lässt sich jedoch nicht pauschal beantworten. Sie sollten immer auf die gesamte BARF-Ration abgestimmt werden.
Mehrere Ergänzungsprodukte sollten deshalb nicht einfach miteinander kombiniert werden, ohne die dadurch entstehende Nährstoffversorgung zu berücksichtigen.
Hygiene bei rohem Fleisch
Auch beim BARFen von Katzen ist eine sorgfältige Lebensmittelhygiene wichtig.
Rohes Fleisch kann unerwünschte beziehungsweise krankmachende Mikroorganismen enthalten. Hände, Futternäpfe, Messer, Schneidebretter und Arbeitsflächen sollten deshalb nach dem Kontakt gründlich gereinigt werden.
BARF-Produkte sollten entsprechend den Herstellerangaben gekühlt oder tiefgekühlt gelagert und fachgerecht aufgetaut werden. Rohes Fleisch sollte außerdem nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen.
Besondere Vorsicht ist sinnvoll, wenn kleine Kinder, ältere Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem im Haushalt leben.
Ist BARF für jede Katze geeignet?
Ob BARF die passende Fütterungsform für eine Katze ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Entscheidend ist, dass die Katze langfristig bedarfsgerecht mit Energie und allen notwendigen Nährstoffen versorgtwird und die Fütterung zu ihrer individuellen Situation passt.
Bei Erkrankungen oder besonderen Ernährungsbedürfnissen sollte die Fütterung mit der behandelnden Tierarztpraxis oder einer entsprechend qualifizierten Ernährungsfachperson abgestimmt werden.
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Hinweis
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information über BARF und Rohfütterung bei Katzen und ersetzt keine individuelle tierärztliche Beratung oder professionelle Rationsberechnung.